Biografien aus der Region
Endlich reden PDF Drucken E-Mail
       
Coverabbildung   Endlich reden
2. Auflage
Autorin: Lilo Günzler
148 x 220 mm
gebunden mit Schutzumschlag
228 Seiten
Karte zum Ausklappen
54 Abbildungen
14,80 € (D)
ISBN 978-3-921606-69-8

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Die Biografie von Lilo Günzler — in Zusammenarbeit mit Agnes Rummeleit entstanden — gibt Einblick in das Leben einer Frankfurter Familie, die den Sanktionen der Schreckensherrschaft schutzlos ausgeliefert war.

Lilo Günzler und ihre Familie haben die Zeit des Nationalsozialismus überlebt. Darüber reden konnte sie erstmals nach 60 Jahren. Endlich war sie bereit, als Zeitzeugin vor Schulklassen über ihr Leben zu sprechen. Dem vielseitigen Drängen, ihre Erlebnisse aufzuschreiben, gab sie nach langem Zögern nach. Als langjährige Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Schwanheim e.V. stellte sie sich der Verpflichtung, ihre Erlebnisse zu dokumentieren. Allein konnte sie diese schwere Aufgabe nicht erfüllen. Unterstützung bekam sie von ihrer Vorstandskollegin und Freundin Agnes Rummeleit. Für ihr vielseitiges ehrenamtliches Engagement erhielt Lilo Günzler 2009 das Bundesverdienstkreuz.

„Als meine Mutter und ich am Morgen auf dem Weg zum Kindergarten in den Frankfurter Börneplatz einbogen, blieben wir entsetzt stehen. Die Synagoge brannte lichterloh. An diesem Tag sah ich meine Mutter zu ersten Mal weinen, hörte das Wort ‚Jude’. Ohne zu ahnen was es für mich bedeuten sollte, machte es mir Angst. Meine unbeschwerte Kindheit war zu Ende.”
Lilo Günzler



Und das schreibt die Presse:
9.12.2010, Frankfurter Rundschau (FR):
[...] Ihr Buch hat Günzler für die Jugend geschrieben. Es ist ihr wichtig, den Teenies das Leben einer einfachen Familie zu schildern, das dem Nazi-Regime hilflos ausgeliefert war. Schon seit 2005 geht die 76-Jährige als Zeitzeugin in Schulen und erzählt von ihren Erinnerungen. Am Anfang konnte sie oft nicht weiter reden, hatte plötzlich einen Kloß im Hals. Aber seit sie alles aufgeschrieben hat, geht es ein bisschen besser. [...]
Quelle: www.fr-online.de (22. Nov. 2010)

17.08.2010, Frankfurter Neue Presse (FNP):
[...] Lilo Günzler hat sehr lange gebraucht, bis sie über ihr Leben als Halbjüdin im Nationalsozialismus sprechen konnte. Umso beeindruckender ist das Buch der Schwanheimerin «Endlich reden» geworden, das sie morgen im Historischen Museum vorstellt. [...]
Quelle: www.fnp.de (22. Nov. 2010) 

10.2.2010, Wiesbadener Kurier:
[...] Im Januar 1933 kam sie als Tochter einer Jüdin und eines Katholiken in Frankfurt zur Welt. Nun hören ihr die Zehntklässler der Schule zu. "Das ist alles unvorstellbar, aber ich finde es wichtig, sich damit zu beschäftigen. Es hat uns alle mitgenommen", erklärt nachher Christopher Herner. Vor allem die persönliche Perspektive fesselt die Schüler. [...]
Quelle: www.wiesbadener-kurier.de (22. Nov. 2010)



Lilo Günzler auf YouTube:
Im Dezember 2009 gab es im Haus am Dom eine Veranstaltung unter dem Titel Soirée „Mischling ersten Grades“ — Gefährdete Kindheit im nationalsozialistischen Frankfurt, in der die Zeitzeugen Oswald Stein und Lilo Günzler über ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Empfindungen während des Nationalsozialismus berichteten. Die nachfolgend verlinkten Videos wurden bei dieser Gelegenheit aufgenommen.
Mischling ersten Grades 1/3 (26. November 2010)
Endlich reden. Mischling ersten Grades 2/3 (26. November 2010)
Maßlos traurig. Mischling ersten Grades 3/3 (26. November 2010)

Lilo Günzler im Sonntagsgespräch beim hr fernsehen:
Am 23. Januar 2011 war Lilo Günzler zu Gast beim hr fernsehen in der Sendung „Sonntagsgespräch“. Der hessische Rundfunk bietet auf seinen Webseiten ein Streamingvideo der Sendung an.
Das Sonntagsgespräch mit Lilo Günzler (24. Januar 2011) 

 
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Im Zeichen der Kornblumenblüten

       
Coverabbildung   Die Frankfurter Familie von Weinberg
Im Zeichen der Kornblumenblüten
Autor: Ernst Mack
Herausgeber: Heimat- und Geschichtsverein Schwanheim e.V.
164 x 220 mm
gebunden
94 Abbildungen
1 Karte
12,80 € (D)
ISBN: 978-3-921606-55-1

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Über die Jahrzehnte hinweg lässt diese bewegende Chronik in den interessanten Weg der bedeutenden Familie von Weinberg blicken. Eine wesentliche Eigenschaft der Weinbergs war vor allem ihre Wohltätigkeit während der bitteren Jahre des Ersten Weltkrieges sowie in der furchtbaren Zeit danach.

Die Gebrüder Carl und Arthur von Weinberg waren die Söhne einer jüdischen Kaufmannsfamilie. Als Mäzene und Wohltäter wurden die Gebrüder Weinberg und ihre Ehefrauen im Laufe der Zeit allseits bekannt. Schon als Teilhaber der Cassella Farbwerke zeigt sich der Ursprung ihrer fürsorglichen Gesinnung.

Auch führten die Brüder die Firma in kürzester Zeit mit der Herstellung von synthetischen Farbstoffen zu industriellem Weltruhm. Wegen ihres Verdienstes um die chemische Industrie wurden sie 1908 in den preußischen Adelsstand erhoben.

Carl von Weinberg war dreißig Jahre lang Bürger der damals noch selbstständigen Gemeinde Schwanheim. Zusammen mit seiner aus England stammenden Frau Mary plante er die im britischen Landhausstil erbaute Villa Waldfried.

Die noch heute bestehende Schwanheimer Carl-von-Weinberg-Schule etablierte sich dank Carl von Weinbergs Unterstützung in der damaligen Zeit zu einer der angesehensten Schulen Frankfurts. Auch die Gründung des Frankfurter Golf Clubs, der Frankfurter Poloanlage sowie des über die Grenzen hinaus bekannten Gestüts Waldfried sind auf ihn zurückzuführen.

Die nationalsozialistische Machtergreifung jedoch markiert einen dramatischen Wendepunkt der Familie jüdischer Herkunft ...

 
 

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